Erster Bischof des Westens, der seinen Klerus in Gemeinschaft leben ließ, sieben Jahre verbannt, weil er Athanasius nicht verurteilte.
Als gebürtiger Sarde wurde Eusebius um 345 zum Bischof von Vercelli gewählt und tat dort, was im Westen noch niemand versucht hatte: Er brachte seine Priester unter einem Dach und unter einer Regel zusammen und verband so das Mönchsleben mit der Seelsorge — ein Vorbild, das die Regularkanoniker aufnehmen sollten. Auf dem Konzil von Mailand 355, von Constantius II. aufgefordert, die Verurteilung des Athanasius zu unterschreiben, verlangte er, zuerst das Bekenntnis von Nizäa zu unterzeichnen; Dionysius von Mailand setzte eben dazu an, als Valens von Mursa ihm die Formel aus den Händen riss. Man verbannte ihn nach Palästina, nach Kappadokien und dann in die Thebais, wo man ihn durch die Straßen schleifte. Nach sieben Jahren auf seinen Sitz zurückgekehrt, arbeitete er noch etwa zehn Jahre daran, die Kirchen Italiens aus dem Arianismus aufzurichten.