Codex Sanctorum Der Kodex der Heiligen

Orientius von Auch

Eremit, dann Bischof von Auch, von den Westgoten zu Verhandlungen mit dem römischen Feldherrn Litorius entsandt.

Porträt — Orientius von Auch
Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 — Estevoaei

Orientius lebte zunächst als Einsiedler im Tal von Lavedan am Fuß der Pyrenäen, wo seine Askese Jünger anzog. Gegen seinen Willen um 415 zum Bischof von Auch gewählt, regierte er die gaskognische Stadt, während die Westgoten sich dort niederließen. Als 439 Toulouse belagert wurde, waren gerade sie es, die ihn als Gesandten zum römischen Feldherrn Litorius schickten — den er der Überlieferung nach vor seiner Niederlage warnte und der tatsächlich geschlagen und gefangen wurde. Sein Kult breitete sich über den ganzen Südwesten aus, und die Abtei Saint-Orens de Larreule bewahrt sein Andenken. Ihm verdankt man das Commonitorium, ein Gedicht christlicher Ermahnung. Die sichersten Quellen bestreiten die spanische Herkunft, die die Überlieferung ihm zuschreibt.

Patronat

Quellen