Rheinische Benediktinerin, deren von ihrem Bruder aufgezeichnete Visionen in ganz Europa verbreitet wurden.
Mit zwölf Jahren in das Kloster Schönau bei Bingen eingetreten, hatte Elisabeth von dreiundzwanzig an Ekstasen, die sie ihrem Bruder Ekbert, Mönch und späterem Abt, diktierte. Ihre drei Visionenbücher und ihr Buch von den Wegen Gottes wurden in mehr als hundertfünfzig Handschriften abgeschrieben — eine beträchtliche Verbreitung für eine Frau des 12. Jahrhunderts. Sie stand im Briefwechsel mit Hildegard von Bingen, ihrer Nachbarin und Älteren, der sie ihre Zweifel an der Echtheit des Geschauten anvertraute. Sie starb mit fünfunddreißig Jahren als magistra ihrer Gemeinschaft.