Ein Bischof, der die heiligen Gefäße seiner Kirche verkaufte, um das hungernde Paris zu speisen.
Um 650 Bischof von Paris, regierte er während einer der Hungersnöte, die Nordgallien in der Mitte des 7. Jahrhunderts heimsuchten. Die Chroniken schreiben ihm eine Tat zu, die die Kirche nie für einen Frevel hielt, sondern für dessen Gegenteil: er ließ das liturgische Gerät, die heiligen Gefäße und selbst den Schmuck seiner Kathedrale verkaufen, um Getreide zu kaufen. Ihm schreibt die Überlieferung die Gründung des Christophorus-Spitals zu, aus dem das Hôtel-Dieu von Paris wurde, das älteste Spital der Hauptstadt — doch die Überlieferung, die es ihm zuschreibt, reicht nur ins 17. Jahrhundert, und die ersten bezeugten Pflegebauten stammen von 829. Sonst weiß man wenig, außer dass er eine Urkunde für die Abtei Saint-Denis unterzeichnete. Er starb um 661 und wurde in der Kirche Saint-Germain-l'Auxerrois bestattet.
Bischof, Brot austeilend, ein leerer oder verkaufter Kelch zu Füßen; bisweilen ein Spital im Hintergrund.