Ein spanischer Jesuitenpriester und Missionar, geboren in Verdú, der aufgrund seines Lebens und Werkes zum Schutzpatron der Sklaven, der Republik Kolumbien und des Dienstes an den Afroamerikanern wurde.
Geboren am 26. Juni 1580 in Verdú, Katalonien (Spanien), stammte Peter Claver aus einer Familie reicher Bauern. Er studierte an der Universität von Barcelona, bevor er 1602 in die Gesellschaft Jesu eintrat. Inspiriert von den Ermahnungen des heiligen Alphons Rodriguez, fühlte er den Ruf, in den Missionen in den Indien zu dienen. Er kam 1610 nach Cartagena de Indias (heutiges Kolumbien), damals ein wichtiger Hafen des transatlantischen Sklavenhandels. 1616 zum Priester geweiht, widmete er den Rest seines Lebens dem Dienst an den afrikanischen Sklaven, die unter schrecklichen Bedingungen ankamen. Er engagierte sich persönlich, indem er an Bord der Sklavenschiffe ging und ihnen Nahrung, Wasser, Medikamente und geistlichen Trost brachte. Er lernte mehrere afrikanische Dialekte, um direkt mit ihnen kommunizieren zu können. Über 40 Jahre lang taufte und katechisierte er schätzungsweise 300.000 Sklaven. Er unterzeichnete oft mit „Petrus Claver, Aethiopum semper servus“ (Peter Claver, Sklave der Sklaven für immer), was seine bedingungslose Hingabe widerspiegelt. In seinen letzten Jahren krank, starb er am 8. September 1654 in Cartagena während einer Epidemie. 1851 selig- und 1888 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen, ist er ein starkes Symbol der christlichen Nächstenliebe angesichts des Schreckens der Sklaverei.