Man gab ihm die Freiheit unter der Bedingung zu schweigen; er lehnte die Bedingung ab.
Als Diakon der Kirche Persiens, an einem Ort, den die Quellen Argol nennen, predigte er unter den zoroastrischen Magiern und gewann dort Bekehrungen. Die allgemeine Verfolgung, unter Yazdegerd I. ausgelöst, nachdem ein Bischof einen Feuertempel zerstört und den Wiederaufbau verweigert hatte, brachte ihn ins Gefängnis. Ein oder zwei Jahre blieb er dort. Ein Gesandter des Kaisers Theodosius II. erwirkte seine Freilassung, doch mit einer Auflage: er solle das Predigen einstellen. Benjamin weigerte sich, sich darauf zu verpflichten — es sei ihm unmöglich, sagte er, das empfangene Licht nicht weiterzugeben — und nahm seine Predigt noch am selben Tag wieder auf. Unter Bahram V., dem 420 verstorbenen Yazdegerd nachgefolgt, wurde er erneut verhaftet und aufgefordert, den zu verleugnen, den er anbetete. Man trieb ihm zugespitztes Rohr zwischen Nägel und Fleisch der Hände und Füße, mehrmals nacheinander, und pfählte ihn dann auf einem knorrigen Pfahl. Das griechische Synaxarion fasst ihn in einem Zweizeiler, mit einem Anklang an Jakobs Segen, der Benjamin einen reißenden Wolf nannte: Benjamin ist ein Schaf und kein Wolf; von Wölfen ergriffen, wird er dargebracht, bringt aber nicht dar.
Diakon in der Dalmatik mit der Märtyrerpalme; bisweilen das Rohr seiner Marter.