Sie folgte Klara nach, erbte das Brevier des Franziskus und ließ die Basilika bauen.
1214 trat sie bei den Armen Frauen von Assisi ein, noch zu Lebzeiten des Franziskus und der Klara, und verbrachte fast vierzig Jahre in deren Schatten — Äbtissin in Siena um 1227, dann in Vallegloria bei Spello von 1240 bis 1248. Als Klara im August 1253 starb, nahm sie deren Platz in San Damiano ein. Bruder Leo und Bruder Angelus, die letzten Gefährten des Franziskus, übergaben ihr damals das persönliche Brevier des Gründers: die Geste sagt genug darüber, was sie von ihr hielten. Ihre Amtszeit war die der großen Bauhütte. 1257 erhielten die Schwestern die Kirche San Giorgio, in der Klaras Leib ruhte, und der Bau der Basilika begann; am 3. Oktober 1260 wurde dieser Leib unter den Hochaltar überführt. Benedikta gab für die neue Kirche ein großes gemaltes Kreuz in Auftrag und ließ sich darauf kniend zu Füßen Christi darstellen, neben Franziskus und Klara, einen Beutel Münzen in der Hand — die Signatur derjenigen, die bezahlte. Die Inschrift läuft noch am Fuß des Kreuzes: Herrin Benedikta, erste Äbtissin nach der heiligen Klara, ließ mich machen. Im selben Jahr starb sie. Ihre Reliquien wurden 1602 in die Basilika überführt, die sie hatte entstehen lassen.
Klarissin kniend zu Füßen des gemalten Kreuzes von Santa Chiara, einen Münzbeutel in der Hand — seltenes Attribut, Zeichen der Stifterin.