Codex Sanctorum Der Kodex der Heiligen
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Marie-Eugénie Milleret

Bekehrt beim Hören einer Predigt in Notre-Dame; ihre Reliquien ruhen im Altar von Notre-Dame.

Porträt — Marie-Eugénie Milleret
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Tochter eines voltairianischen Metzer Bankiers und einer den Armen zugewandten Mutter, sah Anne-Eugénie Milleret de Brou mit zwölf Jahren ihre Familie zerbrechen — Ruin, Trennung der Eltern, Übersiedlung nach Paris — und zwei Jahre später die Mutter an der Cholera sterben. Sie verlor den Glauben. In der Fastenzeit 1836 hörte sie mit achtzehn Lacordaire in Notre-Dame predigen und ging gläubig hinaus. Drei Jahre genügten: bei den Benediktinerinnen und dann bei der Heimsuchung ausgebildet, gründete sie am 30. April 1839, einundzwanzigjährig, mit einigen Gefährtinnen die Religiosen von Mariä Himmelfahrt. Das Vorhaben war die Bildung der Mädchen — nicht die damals übliche Wohltätigkeitswerkstatt, sondern ein vollständiger Unterricht, ebenso geistig wie religiös, weil sie meinte, der Glaube halte sich nicht in Köpfen, die man leer gelassen habe. Fünfundfünfzig Jahre leitete sie das Institut, schrieb seine Konstitutionen von 1840 bis zu ihrer Approbation 1888 und sah es England, Spanien, Italien, Nicaragua und die Philippinen erreichen. 1894 aus dem Amt geschieden, die Gesundheit zerrüttet, am Ende gelähmt, starb sie 1898 in Auteuil. Paul VI. sprach sie 1975 selig, Benedikt XVI. am 3. Juni 2007 heilig; seit dem 8. Dezember 2024 sind ihre Reliquien im neuen Altar von Notre-Dame eingeschlossen, ebendort, wo sie geglaubt hatte.

Erkennen

Ordensfrau in schwarzem Habit und Schleier mit großem Brustkreuz; bisweilen vor Notre-Dame de Paris oder unter Schülerinnen.

Quellen

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