Schwester Bernhards von Clairvaux, an seinem Tor abgewiesen, ehe sie in ein anderes Kloster eintrat.
Sechstes Kind und einzige Tochter der Familie von Fontaine-lès-Dijon, sah sie ihre Brüder hinter Bernhard nach Cîteaux ziehen, während der jüngste, Nivard, allein beim Vater blieb. Sie selbst, einem burgundischen Herrn vermählt, lebte bei Hofe. Die von den Zisterzienserchroniken berichtete Szene ist berühmt: als sie Bernhard in Clairvaux mit Gefolge und geschmückt besuchen wollte, ließ man sie am Tor stehen; der Bruder weigerte sich, sie zu sehen, und nannte sie einen Misthaufen. Sie erwiderte, sie komme um Rat und nicht um Schmähung, und einem Sünder schulde man wenigstens ein Wort. Bernhard kam heraus. Sie änderte ihr Leben, ohne ihren Mann zu verlassen, erlangte Jahre später seine Zustimmung zum Rückzug und trat in das Kloster Jully-les-Nonnains ein, dessen Priorin sie wurde. Sie starb um 1141, zwölf Jahre vor ihrem Bruder.
Zisterzienserin in Weiß, Schmuck zu ihren Füßen abgelegt; bisweilen vor Bernhard an verschlossenem Tor.