Erster Bischof von Clermont, einer der sieben zur Missionierung Galliens Gesandten.
Gregor von Tours schreibt, in der Mitte des 3. Jahrhunderts seien unter Kaiser Decius sieben Bischöfe aus Rom zur Missionierung Galliens gesandt worden; Austremonius erhielt die Auvergne. Er ließ sich in Clermont nieder, gründete dort die Ortskirche und starb, derselben Quelle nach, in Frieden. Die folgenden Jahrhunderte gaben sich damit nicht zufrieden. Man verschaffte ihm eine römische Senatorenherkunft, ein Martyrium und dann den Rang eines Apostelschülers, und die Abtei Issoire stritt lange mit Volvic und Mozac um seine Reliquien — drei Klöster, drei Leiber, drei Überlieferungen. Die Historiker halten sich an Gregor. Es bleibt, dass das Bistum Clermont, eines der ältesten Frankreichs, ihn für seinen Gründer hält, und dass sein Fest auf den 1. November fällt, den Tag, an dem die Kirche alle Heiligen zugleich feiert.
Bischof der Frühzeit mit Kasel und Buch; die auvergnatische Bildkunst zeigt ihn bisweilen sein Haupt tragend, nach dem ihm später zugeschriebenen Martyrium.