Eine italienische Kinderärztin, die während ihrer Schwangerschaft sowohl eine Abtreibung als auch eine Hysterektomie ablehnte, als bei ihr ein Uterusmyom diagnostiziert wurde, und sich dafür entschied, das Leben ihres Kindes auf Kosten ihres eigenen zu retten.
Geboren 1922 in Magenta, Italien, war Gianna Beretta eine italienische Kinderärztin. Sie führte ein frommes und aktives Leben und engagierte sich in der Katholischen Aktion und den Vinzenzkonferenzen. Nachdem sie 1949 ihr Diplom in Medizin und Chirurgie erhalten hatte, spezialisierte sie sich auf Pädiatrie. Sie heiratete 1955 Pietro Molla und hatte vier Kinder. 1961 wurde bei ihrer vierten Schwangerschaft ein Uterusmyom diagnostiziert. Trotz ärztlicher Ratschläge, die eine therapeutische Abtreibung oder eine Hysterektomie empfahlen, um ihr Leben zu retten, lehnte sie mutig jeden Eingriff ab, der ihrem ungeborenen Kind schaden würde. Sie entschied sich, ihre Schwangerschaft auszutragen und opferte ihre eigene Gesundheit für das Leben ihres Kindes. Sieben Tage nach der Geburt ihrer Tochter Gianna Emanuela starb sie am 28. April 1962 an den Folgen von Komplikationen (septische Peritonitis). Ihr Akt der Liebe und des Opfers machte sie zu einem leuchtenden Beispiel für Heiligkeit und Verteidigung des Lebens. Sie wurde 1994 selig- und 2004 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.