Bischof und Gründer des Ordens der Prämonstratenser-Regularkanoniker. Er war eine Schlüsselfigur der Gregorianischen Reform.
Geboren um 1080 in Xanten im Heiligen Römischen Reich, ist Norbert zunächst ein weltlicher Kanoniker am kaiserlichen Hof. Seine radikale Bekehrung im Jahr 1115 nach einem Reitunfall und einer mystischen Erfahrung veranlasst ihn, sein Hofleben aufzugeben, um ein Leben der Wanderpredigt und Buße zu führen. 1121 gründet er den Orden der Prämonstratenser-Regularkanoniker (die Norbertiner), der auf der Augustinusregel basiert und den Schwerpunkt auf das Gemeinschaftsleben, die feierliche Liturgie und den pastoralen Dienst legt. 1126 wird er zum Erzbischof von Magdeburg ernannt, wo er sich bemüht, den Klerus zu reformieren und die Rechte der Kirche gegen kaiserliche Einmischung zu verteidigen. Er stirbt am 6. Juni 1134 in Magdeburg und wird 1582 heiliggesprochen. Seine Reliquien werden 1627 in das Kloster Strahov in Prag überführt.