Bayerische Prinzessin, erste Königin Ungarns, Gattin Stephans I. und Mutter Emmerichs.
Als Schwester Kaiser Heinrichs II. heiratete Gisela um das Jahr 1000 den Fürsten Vajk, getauft Stephan, und ihre Ehe besiegelte den Eintritt Ungarns in die lateinische Christenheit. Als Königin gründete und stiftete sie Kirchen, richtete Stickereiwerkstätten ein, aus denen der in Budapest bewahrte Krönungsmantel hervorging, und erzog ihren Sohn Emmerich, der vor seinem Vater starb. Verwitwet und von der Macht verdrängt, zog sie sich nach Bayern in die Abtei Niedernburg zu Passau zurück, deren Äbtissin sie wurde und wo sie starb. Sie wird in Ungarn wie in Bayern verehrt.