Als zentrale Figur des Konzils von Ephesus im Jahr 431 war dieser Patriarch ein entschiedener Verfechter des Titels "Theotokos" (Gottesgebärerin) für die Jungfrau Maria und trat Nestorius scharf entgegen.
Der heilige Cyrill von Alexandria war einer der wichtigsten Theologen und Kirchenväter des 5. Jahrhunderts. Als Neffe von Theophilus trat er 412 dessen Nachfolge als Patriarch von Alexandria an. Sein Episkopat war von großen theologischen Kontroversen geprägt, insbesondere dem Kampf gegen den Nestorianismus. Er leitete das Konzil von Ephesus im Jahr 431, wo er leidenschaftlich die Lehre von der Menschwerdung verteidigte und die hypostatische Einheit Christi und die Gottesmutterwürde Marias (Theotokos) bekräftigte. Seine Schriften haben die Christologie und Mariologie stark beeinflusst, und er wird als Kirchenlehrer anerkannt.