Mit dem Beinamen "Säule der Kirche" war er ein leidenschaftlicher Verteidiger der Göttlichkeit Christi gegen den Arianismus und wurde wegen seines unerschütterlichen Glaubens fünfmal verbannt.
Geboren um 296 in Alexandria, war der heilige Athanasius eine zentrale Figur der christlichen Kirche im 4. Jahrhundert. Als Diakon und Sekretär des Bischofs Alexander von Alexandria nahm er aktiv am Ersten Konzil von Nizäa im Jahr 325 teil, wo er ein leidenschaftlicher Verteidiger der Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater war, eine Position, die im Nizänischen Glaubensbekenntnis übernommen wurde. Als Nachfolger von Alexander als Bischof von Alexandria im Jahr 328 verbrachte er einen großen Teil seines Episkopats im Exil (insgesamt fünfmal), verfolgt von den Kaisern und arianischen Bischöfen, die sich seiner Lehre widersetzten. Trotz der Verfolgungen verteidigte er unermüdlich die nizänische Orthodoxie gegen die arianische Häresie, die die volle Göttlichkeit Christi leugnete. Seine theologischen Schriften, insbesondere *Gegen die Arianer* und *Über die Menschwerdung des Wortes*, sind grundlegend für die christliche Theologie. Er ist auch der Verfasser des *Lebens des heiligen Antonius*, einer einflussreichen Biographie des Vaters des Mönchtums. Anerkannt als einer der vier großen Kirchenlehrer der Ostkirche, wird Athanasius für seinen Mut, seine Standhaftigkeit im Glauben und seinen monumentalen Beitrag zur Trinitätslehre verehrt. Er starb 373 und hinterließ ein bleibendes theologisches Erbe, das das Christentum geprägt hat.