Dieser Philosoph und Theologe formulierte in seinem Werk Proslogion das berühmte ontologische Argument für die Existenz Gottes.
Anselm von Canterbury (geboren um 1033 in Aosta – gestorben am 21. April 1109 in Canterbury) war ein Benediktinermönch, Abt der Abtei Le Bec in der Normandie und später Erzbischof von Canterbury. Als Hauptfigur der scholastischen Philosophie und der christlichen Theologie ist er berühmt für seine Formulierung des ontologischen Arguments für die Existenz Gottes in seinem Werk *Proslogion* sowie für seine Abhandlung über die Menschwerdung, *Cur Deus Homo*. 1494 heiliggesprochen, wurde er 1720 von Clemens XI. zum Kirchenlehrer ernannt. Sein Ansatz „der Glaube, der nach Einsicht sucht“ (fides quaerens intellectum) hat das mittelalterliche Denken tiefgreifend beeinflusst.