Codex Sanctorum Der Kodex der Heiligen
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Christophorus von Lykien

Ein Märtyrer des 3. Jahrhunderts, die Legende besagt, er sei ein Riese gewesen, der das Christuskind über einen Fluss trug, daher sein Name, der 'Christusträger' bedeutet.

Porträt — Christophorus von Lykien

Der heilige Christophorus von Lykien ist eine hagiographische Figur, deren historische Existenz stark umstritten ist, deren Verehrung aber alt und weit verbreitet ist, besonders in der Ostkirche. Die berühmteste Legende beschreibt ihn als Riesen, manchmal Offero genannt, der dem größten aller Könige diente. Nachdem er vergeblich gesucht hatte, wurde ihm geraten, Christus zu dienen, indem er Reisenden half, einen gefährlichen Fluss zu überqueren. Eines Tages trug er ein Kind, das immer schwerer wurde und offenbarte, dass er tatsächlich Christus und mit ihm das Gewicht der Welt trug. Aus dieser Episode stammt sein Name „Christophorus“, was „Christusträger“ bedeutet. Er wird traditionell als Märtyrer des 3. Jahrhunderts angesehen, der um 250 unter Kaiser Decius in Lykien (heutige Türkei) hingerichtet wurde. Obwohl sein Kult sehr populär war, insbesondere als Schutzpatron der Reisenden, führte das Fehlen zuverlässiger historischer Quellen dazu, dass sein Fest 1969 aus dem Allgemeinen Römischen Kalender gestrichen wurde. Seine Verehrung ist jedoch weiterhin erlaubt und er bleibt ein sehr beliebter und angerufener Heiliger zum Schutz auf Reisen.

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Quellen

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