Ein polnischer Papst, dessen langes Pontifikat von zahlreichen Reisen, einer besonderen Aufmerksamkeit für die Jugend und einer wichtigen Rolle beim Fall des Kommunismus in Osteuropa geprägt war.
Karol Józef Wojtyła, geboren am 18. Mai 1920 in Wadowice (Polen), wurde 1946 zum Priester geweiht, dann 1958 Weihbischof von Krakau und 1964 Erzbischof. 1967 zum Kardinal ernannt, wurde er am 16. Oktober 1978 zum Papst gewählt und nahm den Namen Johannes Paul II. an. Sein Pontifikat, eines der längsten in der Geschichte (26 Jahre und 5 Monate), war geprägt von einer starken Medienpräsenz, einem intensiven Dialog mit anderen Religionen und Kulturen und einer wichtigen Rolle bei der Förderung der Menschenrechte und dem Fall der kommunistischen Regime in Osteuropa. Er rief die Weltjugendtage ins Leben und veröffentlichte zahlreiche Enzykliken und apostolische Schreiben. Nachdem er 1981 einen Attentatsversuch überlebt hatte, setzte er seinen Dienst bis zu seinem Tod am 2. April 2005 fort. Er wurde 2011 selig- und am 27. April 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen.