Ein vom eigenen Bruder ausgelieferter Priester und der Bekehrte, den er im Kerker traf.
Roderich war Priester in Cabra bei Córdoba, in einer geteilten Familie: ein muslimischer Bruder, ein anderer gleichgültig. Als er dazwischentrat, um sie in einem Handgemenge zu trennen, wurde er bewusstlos geschlagen; der muslimische Bruder ließ ihn darauf durch die Straßen tragen und ausrufen, er sei zum Islam übergetreten. Roderich widersprach öffentlich, sobald er konnte — was ihn nach muslimischem Recht zum todeswürdigen Apostaten machte. Im Kerker traf er Salomon, aus demselben Grund verhaftet. Beide wurden am 13. März 857 gemeinsam enthauptet. Sie gehören zu den Letzten der „Märtyrer von Córdoba“, etwa fünfzig Christen, zwischen 850 und 859 hingerichtet in einer Stadt, in der das Zusammenleben wirklich war, öffentliche Gotteslästerung und Apostasie aber todeswürdig blieben; die Bewegung war ebenso Protest gegen die Anpassung wie Verfolgung.
Zwei Männer in Ketten mit Palmen und Schwertern; bisweilen die Hufeisenbögen von Córdoba dahinter.