Codex Sanctorum Der Kodex der Heiligen
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Viktor von Marseille

Ein römischer Offizier, unter einem Mühlstein zermalmt, dessen Grab eine der ältesten Abteien des Westens wurde.

Porträt — Viktor von Marseille
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Offizier der römischen Besatzung von Marseille, weigerte er sich um 290 unter Maximian, den Göttern zu opfern. Die überlieferte Passion — spät, und das muss gesagt sein — erzählt, er habe nachts die gefangenen Christen besucht, den Altar, an dem er Weihrauch darbringen sollte, mit dem Fuß umgestoßen, und drei seiner Wächter, Alexander, Felicianus und Longinus, hätten sich bekehrt, als sie ihn standhalten sahen, und seien vor ihm enthauptet worden. Ihn legte man unter einen Mühlstein; der Stein zerbrach, sagt der Bericht, und man tötete ihn mit dem Schwert. Die Überlieferung lässt ihn aus Ägypten kommen und verbindet ihn mit der Thebäischen Legion, was nichts belegt. Sicher ist die Reichweite seines Kultes: um 415 gründete Johannes Cassianus auf seinem Grab die Abtei Saint-Victor, eines der ältesten Klöster des Abendlandes, deren Krypta noch steht und wo an Lichtmess noch grüne Kerzen getragen werden.

Patronat

Erkennen

Soldat in Rüstung mit Palme, ein zerbrochener Mühlstein zu Füßen; bisweilen auf ein gestürztes Götterbild tretend.

Bauernregeln des Tages — 21 Juli

Orte

Tod
Marseille, Gaule romaine
Wallfahrt
Abbaye Saint-Victor, Marseille

Quellen

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