Codex Sanctorum Der Kodex der Heiligen
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Romarich von Remiremont

Ein großer Herr an Chlothars Hof, der seinen Berg hergab, damit dort ohne Unterlass gesungen werde.

Sohn des austrasischen Adligen Romulf, der in der Partei Theudeberts II. umkam, wurde er selbst von Brunichilde seiner Güter beraubt; nach dem Sturz der Königin zu Chlothar II. übergegangen, wurde er einer der angesehenen Männer des Reiches. Eine Begegnung entschied sein Leben: die mit Amatus, einem Mönch von Luxeuil, der bei Hofe predigte. Romarich ließ seine Hörigen frei, verteilte seine Güter, trat in Luxeuil ein und bot dann seinen eigenen Berg in den Vogesen für ein Kloster an — den Romarici Mons, aus dem Remiremont wurde. Es war ein Doppelkloster für Männer und Frauen, und dort wurde die *laus perennis* eingerichtet — die Überlieferung schreibt sie Amatus ebenso zu wie ihm: sieben Chöre lösten einander ab, damit der Psalmengesang weder bei Tag noch bei Nacht aufhörte. Nach Amatus’ Tod Abt, regierte er ein Vierteljahrhundert. Über siebzig stieg er noch zum Hof hinab, um dem Hausmeier die Behandlung eines Königskindes vorzuhalten. Wenige Tage nach der Rückkehr starb er, 653.

Erkennen

Benediktinerabt mit einer Kirche auf der Hand; bisweilen im Hofkleid unter der Kukulle, oder unter singenden Mönchen.

Orte

Tod
Remiremont, Vosges

Quellen

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