Ein jüdisches Handwerkerpaar, aus Rom vertrieben, bei dem Paulus wohnte und arbeitete.
Die Apostelgeschichte führt sie in Korinth ein: Aquila, ein Jude aus Pontus, und seine Frau Priszilla waren eben durch das Edikt des Claudius gegen die Juden aus Rom vertrieben worden, um das Jahr 49. Paulus, der dasselbe Handwerk ausübte — das Zeltmachen —, zog bei ihnen ein und arbeitete dort mit seinen Händen. Sie folgten ihm nach Ephesus, wo sie den Prediger Apollos beiseitenahmen, um ihm den Glauben genauer darzulegen, und erscheinen wieder in Rom im Römerbrief, der „die Gemeinde in ihrem Haus“ grüßt. Paulus schreibt, sie hätten für ihn ihren Hals gewagt. Sie gehören zu den wenigen namentlich genannten Paaren des Neuen Testaments, und Priszilla wird meist vor ihrem Mann genannt — ein Zug, den die alten Ausleger bemerkt und erörtert haben.
Ein Mann und eine Frau nebeneinander, Weberwerkzeug oder eine Stoffbahn zwischen ihnen; bisweilen Paulus an ihrem Tisch aufnehmend.