Ein Anwalt der Armen, der Kapuziner wurde und von denen erschlagen ward, die er überzeugen wollte.
1578 als Markus Roy in Sigmaringen geboren, studierte er Recht und Philosophie, begleitete junge Adelige auf einer langen Studienreise durch Europa und ließ sich dann als Anwalt im Elsass nieder. Dort nannte man ihn den Advokaten der Armen, weil er ohne Honorar plädierte; er gab den Beruf auf, als er erkannte, dass er darin nicht redlich bleiben konnte. 1612 trat er unter dem Namen Fidelis bei den Kapuzinern ein, predigte, pflegte Soldaten während einer Seuche und erhielt 1621 den Auftrag einer Mission in Graubünden, in reformiertem Land. Die Gegend war im Krieg, und seine Predigt galt als Vorhut einer österreichischen Rückeroberung. Am 24. April 1622 wurde er beim Verlassen der Kirche von Seewis von bewaffneten Bauern erschlagen. Er war der erste Märtyrer der wenige Monate zuvor gegründeten Kongregation für die Glaubensverbreitung.
Bärtiger Kapuziner mit einer Keule oder einem im Schädel steckenden Schwert, Märtyrerpalme; bisweilen ein an sich gedrücktes Kruzifix.