Erster Bischof von Toulouse, getötet von einem Stier, an den man ihn gebunden hatte.
Um 250 nach Gallien gesandt, ließ er sich in Toulouse nieder und wurde dessen erster Bischof. Seine im 5. Jahrhundert geschriebene Passion erzählt, sein Weg zur Kirche habe am Kapitol vorbeigeführt, wo geopfert wurde: die heidnischen Priester, die seiner Anwesenheit das Schweigen ihrer Orakel zuschrieben, ergriffen ihn an einem Opfertag und befahlen ihm, ihre Götter zu ehren. Auf seine Weigerung banden sie ihn an den Füßen an einen Stier, den man die Stufen hinabtrieb. Zwei Frauen bargen den Leichnam. Die Straße, die vom Kapitol herabführt, heißt noch heute rue du Taur, und die über seinem Grab errichtete Kirche Saint-Sernin ist eine der größten erhaltenen romanischen Kirchen Europas.
Bischof mit einem Stier neben sich oder ihn schleifend; bisweilen auf dem Tier stehend, die Palme in der Hand.