Codex Sanctorum Der Kodex der Heiligen
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Crispin und Crispinian von Soissons

Zwei in Soissons hingerichtete Schuhmacher, deren Handwerk ihr Fest fünfzehn Jahrhunderte lang hielt.

Porträt — Crispin und Crispinian von Soissons
Wikimedia Commons, domaine public — ex-voto de la corporation des cordonniers, « SS. Crispino e Crispiniano, protettori dell’università de calzolari »

Die Überlieferung macht sie zu Brüdern, um 285 aus Rom nach Gallien gekommen und in Soissons ansässig, wo sie tagsüber Schuhe machten und abends predigten, ohne von jemandem etwas zu fordern. Unter Maximian angezeigt, wurden sie gefoltert und enthauptet. Nichts davon ist vor dem 6. Jahrhundert bezeugt, und die Historiker halten ihre Passion für spät; sicher ist dagegen die Reichweite ihres Kultes. Zünfte der Schuhmacher und Gerber nahmen sie in ganz Europa zu Patronen, trugen ihr Banner und feierten den 25. Oktober — „Sankt Crispin" meinte ebenso den Festtag wie das Werkzeug des Flickschusters. Shakespeare macht diesen Tag in Heinrichs V. Rede zum Tag von Azincourt.

Patronat

Erkennen

Zwei junge Männer nebeneinander, Ahle und Schusterleisten in der Hand, bisweilen ein Schuh; Märtyrerpalmen.

Bauernregeln des Tages — 25 Oktober

Orte

Tod
Soissons, Gaule romaine

Quellen

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