Vierzig Jahre wider Willen verheiratet, gründete sie einen Orden, ohne je ihr Haus zu verlassen.
1384 in Rom im Adel geboren, wollte sie ins Kloster; mit dreizehn verheiratete man sie mit Lorenzo Ponziani, mit dem sie vierzig Jahre leben sollte. Rom war damals von Pest, Hungersnöten und den Kriegen des Großen Schismas verheert: sie öffnete ihr Haus, verkaufte ihren Schmuck, machte einen Flügel des Palastes zum Spital und verlor zwei ihrer drei Kinder. Ihre Schwägerin Vannozza teilte diese Arbeit mit ihr. 1425 versammelte sie Frauen, die den Armen dienen wollten, ohne Gelübde abzulegen oder die Welt zu verlassen: die Oblatinnen Mariens, die sich 1433 in Tor de’ Specchi niederlassen sollten. Sie selbst trat erst 1436 als Witwe zu ihnen. Sie starb 1440. Pius XI. gab sie 1925 den Autofahrern zur Patronin, weil die Überlieferung will, dass ein Engel ihr auf nächtlichen Wegen leuchtete.
Oblatin in schwarzem Kleid und weißem Schleier, von einem Engel mit Laterne begleitet; ein aufgeschlagenes Buch an ihrer Seite.