Königin des Ostfrankenreichs, Mutter eines Kaisers und eines Erzbischofs, von den eigenen Söhnen enteignet.
Um 895 im sächsischen Adel geboren und im Stift Herford erzogen, heiratete sie 909 Heinrich den Vogler, den künftigen König. 936 verwitwet, sah sie ihre beiden ältesten Söhne um die Krone streiten: Otto siegte und wurde Kaiser, Heinrich empörte sich dreimal. Einig waren sich beide jedoch darin, ihr die Summen vorzuwerfen, die sie an Arme und Klöster gab, und ließen sie ihren Besitz herausgeben. Sie zog sich zurück; man rief sie zurück und bat sie um Verzeihung — die kurz nach ihrem Tod geschriebene Lebensbeschreibung verschweigt nichts davon. Sie gründete oder beschenkte die Stifte Quedlinburg, Nordhausen, Enger und Pöhlde und starb 968 in Quedlinburg, zweiunddreißig Jahre nach ihrem Mann. Ihr dritter Sohn, Brun, wurde Erzbischof von Köln.
Gekrönte Königin im Hermelinmantel, Münzen an Bettler austeilend; bisweilen eine Kirche in den Händen.