Zweiundzwanzig Pagen des Hofes von Buganda, lebendig verbrannt, weil sie nicht abschwören wollten.
In den 1880er Jahren zählte der Hof König Mwangas II. von Buganda eine wachsende Zahl von Pagen, die Missionare getauft hatten. Der König, der in dieser neuen Treue eine Bedrohung der seinen sah und auf die Weigerung der jungen Männer stieß, seinen Nachstellungen nachzugeben, befahl zwischen 1885 und 1887 ihren Tod. Karl Lwanga, Meister der Pagen, war seinem hingerichteten Vorgänger nachgefolgt und taufte am Vorabend der Verhaftung die Jüngsten selbst. Ende Mai 1886 führte man sie von Munyonyo nach Namugongo, etwa dreißig Kilometer von der Hauptstadt; am 3. Juni wickelte man sie dort in Schilfmatten und verbrannte sie. Es waren zweiundzwanzig Katholiken; Anglikaner starben mit ihnen. Paul VI. sprach sie 1964 heilig und kam 1969 an ihr Grab, als erster Papst in Afrika.
Junge Afrikaner in weißen Gewändern, Palmen in der Hand, aufrecht in den Flammen.