Codex Sanctorum Der Kodex der Heiligen
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Johannes von Ávila

Der „Apostel Andalusiens", geistlicher Begleiter der Teresa von Ávila, 2012 zum Kirchenlehrer erhoben.

Porträt — Johannes von Ávila
Wikimedia Commons, domaine public — atelier du Greco, « Portrait de Jean d’Avila », Google Art Project

Um 1499 in Almodóvar del Campo in einer wohlhabenden Familie jüdischer Konvertiten geboren, gab er das Rechtsstudium in Salamanca für die Theologie in Alcalá auf. 1526 zum Priester geweiht, verkaufte er sein Erbe, gab es den Armen und wollte nach Indien; der Erzbischof von Sevilla hielt ihn in Andalusien zurück, wo er fast vierzig Jahre predigen sollte. Seine Predigt gegen Geld und Privilegien trug ihm 1531 eine Anzeige bei der Inquisition und im Herbst 1532 Haft in Sevilla ein: am 5. Juli 1533 kam er freigesprochen heraus, und man hörte ihm mehr zu als zuvor. Er gründete Kollegien und eine Universität in Baeza, schrieb den *Audi, filia* — eine Abhandlung über das geistliche Leben, die er zeitlebens überarbeitete — und wurde zum Ratgeber einer ganzen Generation: Teresa von Ávila legte ihm ihre Lebensbeschreibung zur Beurteilung vor, Johannes von Gott bekehrte sich, nachdem er ihn gehört hatte, Franz Borgia suchte seinen Rat. Er starb 1569 in Montilla, seit Jahren erschöpft und krank. 1894 seliggesprochen, 1970 heiliggesprochen, wurde er 2012 von Benedikt XVI. zum Kirchenlehrer erhoben.

Patronat

Erkennen

Weltpriester in schwarzer Soutane und Birett, mit Buch oder Feder in der Hand; bisweilen predigend unter freiem Himmel vor einer andalusischen Menge.

Orte

Geburt
Almodóvar del Campo, Castille
Tod
Montilla, Andalousie
Grabstätte
Église de l’Incarnation, Montilla

Quellen

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