Gefährte der ersten Stunde eines Ordensgründers: er erhielt von ihm eine ganze Provinz und weinte, sooft er die Messe feierte.
Um 1195 im Tricastin geboren, schloss er sich Dominikus von Guzmán im Languedoc zur Zeit der Predigt gegen die Katharer an, noch ehe der Predigerorden bestand. Er war einer der sechzehn Brüder, die 1217 die Aussendung des Dominikus empfingen, der seine Handvoll Gefährten über Europa verstreute — ein Schritt, den die Zeitgenossen für tollkühn hielten. Nach Paris entsandt, gründete er den Konvent Saint-Jacques und wurde 1221 der erste Provinzial der Provence, beauftragt, den Orden im ganzen Süden zu verankern. Die bei der Heiligsprechung des Dominikus gesammelten Zeugnisse, darunter sein eigenes, zeigen ihn als Weggefährten des Gründers auf dessen letzten Reisen. Jordan von Sachsen berichtet, er habe die Messe nicht ohne Tränen feiern können, sodass man ihm zur Mäßigung riet. Er starb um 1230 in der Zisterzienserabtei Bouchet, wo er Exerzitien predigte. Sein Kult wurde 1881 bestätigt. Sein Gedenktag ist der 6. September.
Dargestellt im schwarz-weißen Dominikanerhabit, ein Buch in der Hand, oft an der Seite des heiligen Dominikus.