Sohn eines Messerschmieds aus der Dauphiné, verließ er zweimal seine Kongregation, um einen der eucharistischen Anbetung geweihten Orden zu gründen.
1811 in La Mure in der Dauphiné geboren, Sohn eines Messerschmieds, der ihn für die Werkstatt bestimmte, lernte er heimlich Latein und trat gegen den Willen des Vaters ins Seminar ein. 1834 zum Priester geweiht, schloss er sich den Maristen an, bei denen er Provinzial wurde. Die Überzeugung, die ihn erfüllte — dass die Eucharistie in der Mitte des christlichen Lebens stehen müsse und nicht ein Ritus unter anderen sei —, führte ihn 1856, mit fünfundvierzig Jahren, aus seiner Kongregation heraus, um in Paris die Kongregation vom Allerheiligsten Sakrament zu gründen, der immerwährenden Anbetung geweiht. Die Anfänge waren kümmerlich: wenige Gefährten, kein Geld, die Feindseligkeit seines früheren Ordens. Später gründete er mit Marguerite Guillot einen weiblichen Zweig und richtete Erstkommunion-Exerzitien für erwachsene Arbeiter ein, die nie unterrichtet worden waren. Er starb 1868 in La Mure. 1962 heiliggesprochen, wird er am 2. August gefeiert.
Dargestellt in der Soutane, kniend vor einer Monstranz, bisweilen selbst das Allerheiligste tragend.