Ein ehemaliger Sklave, zu den Bergwerken Sardiniens verurteilt: er wurde Papst und erregte Anstoß, weil er das Unverzeihliche verzieh.
Sein Leben ist vor allem durch seinen Gegner Hippolyt bekannt, was zur Vorsicht mahnt. Sklave eines Christen aus dem kaiserlichen Haus, soll er das Geld einer ihm anvertrauten Bank verloren haben und nach einer Schlägerei in einer Synagoge zu den Bergwerken Sardiniens verurteilt worden sein. Befreit, übertrug ihm Papst Zephyrinus den Friedhof an der Via Appia — die Katakomben, die noch seinen Namen tragen und in denen sechzehn Päpste bestattet wurden. Um 217 zum Bischof von Rom gewählt, ließ er Christen, die schwerer Vergehen schuldig waren, den Ehebruch eingeschlossen, zu Buße und Kommunion zu — was Hippolyt so unerträglich fand, dass er sich gegen ihn wählen ließ. Auch anerkannte er Verbindungen zwischen Frauen von Stand und Männern unfreier Herkunft, die das römische Recht verweigerte. Er starb um 222, wohl bei einem Aufruhr, und die Überlieferung ehrt ihn als Märtyrer. Sein Gedenktag ist der 14. Oktober.
Dargestellt als Papst mit einem Mühlstein oder Stein um den Hals, Anspielung auf den Bericht seines Todes, in einen Brunnen geworfen.