Erste christliche Jungfrau und Märtyrerin des 1. Jahrhunderts, Schülerin des Apostels Paulus, deren Geschichte in den Akten des Paulus und der Thekla überliefert ist.
Thekla von Ikonium ist eine der frühesten christlichen Jungfrauen und Märtyrerinnen, deren Geschichte ausführlich in den Akten des Paulus und der Thekla, einem apokryphen Text aus dem 2. Jahrhundert, beschrieben wird. Aus Ikonium (heute Konya, Türkei) stammend, soll sie nach dem Hören der Predigten des Heiligen Paulus zum Christentum konvertiert sein. Ihre Hingabe an Christus führte sie dazu, ihre Verlobung aufzulösen und ihre Jungfräulichkeit Gott zu weihen, was ihr den Zorn ihrer Familie und ihres Verlobten einbrachte. Sie erlitt zahlreiche Verfolgungen und entkam auf wundersame Weise dem Tod durch Feuer, wilden Tieren in der Arena und anderen Folterungen in Ikonium und Antiochia. Der Überlieferung nach verbrachte sie den Rest ihres Lebens mit Predigen und Wundertaten in Seleukia (heute Silifke), wo sie in hohem Alter friedlich starb, indem sie ein letztes Mal ihren Verfolgern durch eine wundersame Öffnung im Felsen entkam. Sie wird sowohl in der orthodoxen als auch in der katholischen Kirche als bedeutende Heilige verehrt, ein Symbol für Keuschheit, Mut und Beharrlichkeit angesichts der Verfolgung.