Als gallorömischer Aristokrat des 5. Jahrhunderts gründete er eine berühmte Abtei auf einer kleinen Insel an der französischen Riviera, die zu einem wichtigen Zentrum der Spiritualität und Kultur im Westen wurde.
Geboren in eine hochrangige gallo-römische Senatorenfamilie, wählte Honoratus ein Leben der Entsagung und Spiritualität. Nach Reisen in den Osten mit seinem Bruder Venantius gründete er um 410 die Abtei von Lérins auf einer Insel vor Cannes. Dieses Kloster wurde schnell zu einem wichtigen intellektuellen und spirituellen Zentrum, das viele Bischöfe und Heilige ausbildete. Trotz seiner Liebe zum kontemplativen Leben wurde er um 427-428 zum Bischof von Arles gewählt, ein Amt, das er mit Demut und Hingabe bis zu seinem baldigen Tod ausübte.