Ein syrischer Mönch und Priester, der als der letzte der griechischen Väter gilt. Sein Werk 'Die Quelle der Weisheit' ist eine wichtige Zusammenfassung der Lehre, und er war ein großer Verteidiger der Ikonen. Er ist auch als der 'Lehrer der Himmelfahrt' bekannt.
Johannes von Damaskus (um 675-749) ist einer der wichtigsten Kirchenväter des Ostens und wird oft als der letzte große Theologe des griechischen patristischen Zeitalters angesehen. In Damaskus in eine einflussreiche christliche Familie geboren, diente er zunächst als hoher Beamter beim umayyadischen Kalifen, bevor er sich in das Kloster Mar Saba bei Jerusalem zurückzog. Zum Priester geweiht, widmete er sein Leben dem Studium und der Verteidigung des christlichen Glaubens. Er ist berühmt für seine wichtige Rolle in der ikonoklastischen Kontroverse, in der er die Verehrung von Ikonen mit seinen Schriften, insbesondere den „Drei apologetischen Reden gegen diejenigen, die die heiligen Bilder verunglimpfen“, energisch verteidigte. Sein theologisches Hauptwerk, „Die Quelle der Weisheit“ (Pege Gnoseos), ist eine umfassende Synthese der christlichen Lehre, die Philosophie, die Geschichte der Häresien und eine Darlegung des orthodoxen Glaubens umfasst. Er ist auch für seine liturgischen Hymnen und seine Rolle bei der Gestaltung der byzantinischen Liturgie bekannt. Seine theologische Tiefe und sein Einfluss auf die östliche Tradition brachten ihm den Titel eines Kirchenlehrers ein.