Eine jungfräuliche Märtyrerin aus Sizilien, deren Name „Licht“ bedeutet. Sie wird für ihre Reinheit und Standhaftigkeit im Glauben angesichts der Verfolgungen des Diokletian verehrt und oft mit Augen dargestellt, in Anlehnung an Legenden, die mit ihrem Sehvermögen oder ihrem Martyrium zusammenhängen.
Die heilige Lucia (Lucia auf Latein) ist eine jungfräuliche Märtyrerin aus Syrakus in Sizilien, geboren um 283. Aus einer adligen und christlichen Familie stammend, weihte sie ihre Jungfräulichkeit schon in jungen Jahren Gott. Einem jungen Heiden zur Ehe versprochen, lehnte sie diese Verbindung ab und verteilte ihren Besitz an die Armen. Von ihrem zurückgewiesenen Verlobten als Christin denunziert, wurde sie unter der Verfolgung des Kaisers Diokletian verhaftet. Vor dem Prokonsul Paschasius bekannte sie ihren Glauben mit großer Festigkeit. Nach den Akten ihres Martyriums erlitt sie verschiedene Folterungen: Man versuchte, sie gewaltsam in ein Bordell zu schleppen, aber sie wurde auf wundersame Weise unbeweglich; dann versuchte man, sie lebendig zu verbrennen, aber die Flammen taten ihr nichts an. Die Volkstradition und die Ikonographie schreiben ihr manchmal das Ausreißen der Augen zu, obwohl dieses Detail in den ältesten Berichten weniger präsent ist und eine symbolische Interpretation ihres Namens („Lux“, Licht) und ihres Patronats sein könnte. Sie wurde schließlich 304 durch einen Schwerthieb in den Hals getötet. Die heilige Lucia wird besonders in den nordischen Ländern und in Sizilien verehrt und ist die Schutzpatronin der Blinden, Optiker, Augenkrankheiten und Elektriker, aufgrund ihres Namens, der an Licht erinnert, und ihrer festen spirituellen Vision.